Das Steak-Portal für Luxemburg
Vom Rind
bis zur Kruste.
Welches Stück sitzt wo, welche Rasse bringt welchen Geschmack, bei wie viel Grad ist medium rare erreicht — und wo in Luxemburg bekommt man es richtig serviert. Steakhouse.lu sammelt das Wissen und die Adressen an einem Ort.
54 °C Kerntemperatur medium rare
Die Karte
Welches Stück sitzt wo?
Ein Rind hat rund 25 Teilstücke, aber nur eine Handvoll davon wird zum Steak. Klicken Sie auf eine Partie — Sie sehen sofort, welche Cuts daraus geschnitten werden und wie sie in Frankreich, Deutschland und den USA heißen.
Partie anklicken oder mit Tab und Enter auswählen
Hinterviertel · mager
Keule
Die Hinterhand liefert große, magere Muskeln: Oberschale, Unterschale, Nuss und Hüfte. Steaks daraus sind preiswert und kräftig im Geschmack, verzeihen aber keine Sekunde zu viel Hitze.
- Hüftsteak — Rumpsteak-Alternative, saftig bei kurzer Garzeit
- Bürgermeisterstück — Pastorenstück, überraschend zart
- Nuss / Kugel — Rouladen, Braten, Fondue
Hinterviertel · vielseitig
Hüfte
Zwischen Roastbeef und Keule sitzt die Hüfte — auf Portugiesisch die Heimat der Picanha, in den USA das Top Sirloin. Guter Kompromiss aus Preis, Biss und Aroma.
- Picanha — Tafelspitz mit Fettdeckel, Star jedes Rodizio
- Tri-Tip — kalifornisches Bürgermeisterstück
- Hüftsteak / Sirloin — der Alltagsklassiker
Rücken · das Herzstück
Roastbeef
Der hintere Rücken. Hier liegen Rumpsteak und Filet direkt nebeneinander — schneidet man quer durch beide, entstehen T-Bone und Porterhouse.
- Rumpsteak / Striploin — fester Biss, kräftiger Fettrand
- T-Bone & Porterhouse — zwei Cuts an einem Knochen
- Chateaubriand — Filetkopf für zwei Personen
Rücken · am meisten Marmorierung
Hohe Rippe
Der vordere Rücken, das am stärksten marmorierte Steakstück des Rinds. Aus ihm kommen Entrecôte, Ribeye, Côte de Bœuf und der Tomahawk mit langem Rippenknochen.
- Entrecôte / Ribeye — Fettauge, sehr aromatisch
- Tomahawk — Ribeye mit ausgelöstem Rippenknochen
- Rib Cap / Spinalis — der beste Muskel am ganzen Tier
Vorderviertel · Geheimtipps
Bug & Schulter
Die Schulter arbeitet viel und ist deshalb bindegewebsreich. Zwei Muskeln darin sind trotzdem butterzart — und deutlich günstiger als der Rücken.
- Flat Iron — Schaufelstück, zart mit Biss
- Teres Major — „Metzgerfilet“, fast so zart wie Filet
- Denver Cut — aus dem Nacken, kräftig im Aroma
Vorderviertel · Schmorfleisch
Hals
Viel Bindegewebe, viel Geschmack. Zum Kurzbraten ungeeignet, aber die Basis für Gulasch, Ragout und Pulled Beef — und für richtig gutes Burger-Hack.
- Nackenbraten — schmoren, nicht braten
- Chuck Eye Steak — die Ausnahme direkt am Rippenübergang
Bauch · grobfaserig
Flanke
Grobe, gerade Fasern und ein sehr intensives Rindaroma. Die Flanke ist der Cut der argentinischen und mexikanischen Küche — kurz gegrillt und dünn gegen die Faser aufgeschnitten.
- Flanksteak — Bavette de flanchet, ideal für Fajitas
- Flap Meat / Bavette — lockere Struktur, nimmt Marinade auf
Bauch · Aroma pur
Dünnung
Der Rippenbauch. Aus ihm kommen die aromatischsten und zugleich günstigsten Cuts überhaupt — vorausgesetzt, man behandelt sie richtig.
- Skirt Steak — Onglet-Nachbar, sehr intensiv
- Short Ribs — Beef Ribs zum Schmoren oder Smoken
- Onglet / Hanger — Nierenzapfen, der Metzgerklassiker
Vorderviertel · low & slow
Brust
Das Brisket. Kein Steakstück, aber das Herz des amerikanischen Barbecue: zwölf Stunden bei niedriger Temperatur, bis das Bindegewebe zu Gelatine geworden ist.
- Brisket Flat — magerer Teil, in Scheiben
- Point / Deckel — fetter Teil, für Burnt Ends
Innen unter dem Rücken · das teuerste
Filet
Der Lendenmuskel trägt kein Gewicht und hat deshalb kaum Bindegewebe. Zartestes Stück am Rind, aber mager — der Geschmack kommt aus der Kruste, nicht aus dem Fett.
- Filetkopf — Chateaubriand für zwei
- Mittelstück — Tournedos und Filet Mignon
- Filetspitze — Medaillons, Stroganoff, Fondue
Wissen
Sieben Kapitel bis zum perfekten Steak
Teilstücke
Die komplette Landkarte des Rinds: 30 Cuts mit deutscher, französischer und englischer Bezeichnung, Gewicht, Fettgehalt und passender Garmethode.
02 — RasseRinderrassen
Angus, Wagyu, Simmental, Charolais, Limousin, Rubia Gallega: Wer liefert Marmorierung, wer Geschmack, wer beides — und was davon steht in Luxemburg auf der Karte.
03 — QualitätMarmorierung & Klassen
BMS-Skala, USDA Prime, japanisches A5 und die europäische EUROP-Einstufung — endlich verständlich erklärt.
04 — ReifungDry Aged Beef
Warum 28 Tage am Knochen den Geschmack verändern, was der Gewichtsverlust kostet und wie sich Dry Aged von Wet Aged unterscheidet.
05 — FeuerZubereitung
Pfanne, Holzkohle, Reverse Sear, Sous-vide und Oberhitze bei 800 °C — fünf Wege, verglichen an Kruste, Kontrolle und Aufwand.
06 — PunktGarstufen
Die Kerntemperatur-Tabelle von bleu bis well done, dazu Carry-over-Effekt, Ruhezeit und die Druckprobe für Notfälle.
07 — BegleitungSaucen & Wein
Béarnaise, Chimichurri, Café de Paris und Pfefferrahm — plus Weinempfehlungen bis hin zum Luxemburger Pinot Noir.
+ — NachschlagenGlossar A–Z
Aging, Bavette, BMS, Maillard, Sous-vide, Wagyu: Alle Fachbegriffe kurz und ohne Umschweife erklärt.
+ — AusgehenVerzeichnis
Steakhäuser, Grillrestaurants und Rodizios in ganz Luxemburg — nach Region und Küche filterbar.
Auf den Punkt
Die Garstufen in einer Zeile
Entscheidend ist die Kerntemperatur in der Mitte des Steaks, gemessen mit einem Einstichthermometer — nicht die Zeit in der Pfanne. Vom Feuer nehmen Sie etwa 2 °C vor dem Zielwert, den Rest erledigt die Nachgarphase.
Verzeichnis
Steak essen in Luxemburg
Vom Holzkohlegrill auf Kirchberg über den heißen Stein in Esch bis zum brasilianischen Rodizio in Hesperange: Wir sammeln die Häuser, bei denen Fleisch keine Beilage ist. Aktuell im Verzeichnis: 33 Restaurants und 5 Metzgereien im ganzen Land.
Luxemburg-Stadt
Kirchberg, Ville-Haute, Gare und Grund — von der Steakhouse-Kette bis zur argentinischen Parrilla im Hinterhof.
Süden & Minett
Esch, Belval, Dudelange, Leudelange, Hesperange: heiße Steine, Rodizio und ein neues Steakhouse in der alten Industriekulisse.
Norden, Westen & Mosel
Diekirch, Ettelbrück, Vianden, Echternach, Mersch und Kehlen — oft familiengeführt, oft mit eigenem Reifeschrank.
Für Gastronomen
Ihr Haus fehlt hier
Restaurants, Metzgereien und Fleischhändler in Luxemburg tragen sich kostenlos ein. Ein Eintrag umfasst Profil, Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Verlinkung Ihrer Website.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Welches Steak ist das beste?
Es gibt kein bestes Steak, nur passende. Wer Aroma und Saftigkeit sucht, nimmt Entrecôte oder Ribeye aus der Hohen Rippe. Wer maximale Zartheit will, nimmt Filet. Wer Biss und Fettrand mag, greift zum Rumpsteak. Und wer Geschmack für wenig Geld sucht, probiert Flat Iron, Onglet oder Bavette.
Wie dick sollte ein Steak sein?
Mindestens drei Zentimeter, besser vier. Dünne Steaks sind durchgegart, bevor sich außen eine Kruste bildet. Bei 3–4 cm haben Sie genug Puffer, um scharf anzubraten und trotzdem einen rosa Kern zu behalten. Für zwei Personen lieber ein dickes Stück teilen als zwei dünne braten.
Muss Fleisch vor dem Braten Zimmertemperatur haben?
Nicht zwingend. Der Effekt ist kleiner als oft behauptet: Ein Steak erwärmt sich in einer Stunde auf der Arbeitsplatte nur um wenige Grad im Kern. Wichtiger ist eine trockene Oberfläche — tupfen Sie das Fleisch vor dem Braten gründlich ab, sonst dämpft es statt zu bräunen.
Wann wird gesalzen?
Entweder direkt vor dem Braten oder mindestens 40 Minuten vorher. Dazwischen liegt das Zeitfenster, in dem Salz Wasser an die Oberfläche zieht, ohne dass es wieder einzieht — genau dann bräunt die Kruste schlechter. Pfeffer kommt erst nach dem Braten dazu, er verbrennt sonst.
Wie lange muss ein Steak ruhen?
Etwa die halbe Bratzeit, mindestens aber drei bis fünf Minuten bei 200-Gramm-Stücken, acht bis zehn bei einem Tomahawk. Legen Sie es dabei auf ein umgedrehtes Tellerchen oder ein Gitter, nicht auf ein Brett — sonst weicht die Kruste unten auf.
Was kostet gutes Steakfleisch in Luxemburg?
Beim Metzger liegen luxemburgisches oder deutsches Entrecôte und Rumpsteak meist zwischen 35 und 55 € pro Kilo. Dry Aged Ware startet eher bei 60 €, US Prime und Rubia Gallega bewegen sich um 80 bis 120 €, japanisches A5-Wagyu deutlich darüber. Im Restaurant zahlt man für ein 300-Gramm-Steak in der Regel 35 bis 60 €.